Rotal Henricsson

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Dieser Artikel basiert auf dem Lore des Kult der Verdammten.
Er befasst sich mit einem Charakter des Kult der Verdammten!!

Inhaltsverzeichnis

Die Zeit vor der Geißel

Als gut behütetes Kind ärmlicher Bauern hatte Rotal seine Kindheit in relativer Sorglosigkeit verlebt; seine Familie entging, zusammen mit ihrem vergleichsweise kleinem Stück Land, den größeren Konflikten ihrer Zeit allein durch die Lage ihrer Farm in einem kleinen, kaum bekannten Nebental. Antoine Henricsson benannte seinen Sohn nach einem Stallknecht, der während der Orcinvasion den Großvater gerettet und bei der Erschlagung der "Grünen Bestien, die des Nachts kamen und brandschazten, als seien sie die Unterwelt persönlich" gefallen war. Rotal trug seinen Namen mit Stolz, obwohl damit die Tradition, den Sohn nach dem Großvater zu benennen, durchbrochen worden war. Rotals Mutter Evanina starb kurz nach seiner Geburt an einer Infektion; Vater Antoine trauerte ihr bis ins Alter von 54 nach und erschoss sich während einer schweren Mittelohrentzündung mit einer doppelläufigen Flinte. Zu diesem Zeitpunkt war Rotal aber schon Jahre lang in der Umgebung von Andorhal herumgezogen und verdingte sich als Geselle, manchmal auch als Tagelöhner. Eines Tages trieb es ihn nach Stratholme, wo er sich der Stadtwache anzubieten gedachte. Doch bevor er dieses Vorhaben in die Tat umsetzen konnte, stieß er auf dem Marktplatz mit einem jungen Mädchen zusammen. Im wahrsten Sinne; ihr Korb voller Hufeisen fiel dem Jüngling auf die Füße. Im Haus ihres Vaters, Kaltan Hartstahl, versorgte sie die Prellung. Noch bevor sie ihm eröffnete, dass ihr Vater nach einem Lehrling suchte, lagen die beiden in ihrem Bett und.... lernten sich kennen.

Hartstahl

Der Dienst im Hause Hartstahl war geprägt von ehrlicher, harter Arbeit. Schon bald stellte sich heraus, dass Rotal körperlich gesehen der geborene Schmied war... allerdings fehlte es ihm an Verständnis. So oft Meister Hartstahl ihm auch zeigte, wie man Schwerter herstellte, Rotal vermasselte immer irgendetwas, meistens, weil er es zu hastig anging. Dafür zeigte er ein ausgesprochenes Talent für filigrane Arbeiten. Sein Meisterstück sollte ein Schwert namens Wave werden, mit Verzierungen die einen König gebührt hätten. Ein Prototyp der Waffe hing im Wohnhaus, doch zum Kampf war es ungeeignet, da die Klinge bei der kleinsten Beanspruchung gebrochen wäre. Oft herrschte auch eine berdückte Stimmung, da Kaltan infolge seines Alters immer vergesslicher wurde. Als strenggläubiger Anhänger des Lichts betete der alte Mann jeden Abend um Heilung. Die bekam er aber nie. Statt dessen fand er ein Ende seiner Qualen (er verheimlichte ein schweres Rückenleiden), als die Geißel in Lordaeron einfiel. Eine aus Andorhal stammende Kornlieferung fand ihren Weg auch ins Hause Hartstahl und Kaltan nahm beim Abendbrot verseuchtes Brot zu sich. Rotal entging diesem Schicksal an jenem Tag, indem er dem Lärm auf der Straße auf den Grund ging. Es war der Abend, an dem Arthas in seinem Wahn, Mal'Ganis aufzuhalten, Stratholme angriff und alle Einwohner zu töten suchte. Rotal stellte sich mit seinem unfertigen Schwert einem Soldaten gegenüber, der versuchte ins Haus einzudringen. Doch der Schmiedelehrling war kein Krieger und unterlag in dieser Auseinandersetzung. Im Glauben, Rotal getötet zu haben, stürzte sich der Soldat ins Haus und tötete den zum Ghul gewordenen Kaltan. Als er versuchte, Sunes umzubringen, die bereits eine schlimme Halswunde aufwies, nahm Rotal seine letzte Kraft zusammen und brach dem Eindringling den Hals; danach brach er zusammen.

Suche nach Sunes und Tod

Rotal erwachte in einem hastig errichteten Lazarett und wurde dort von einem Paladin namens Vorrin behelfsmäßig zusammengeflickt. Doch noch bevor er richtig genesen war zog es den jungen Mann in die brennenden Ruinen von Stratholme, wo er nach seiner Zukünftigen suchen wollte. Doch ein Angriff der Geißel machte dem ein Ende, und der Schmied war gezwungen, sich mit dem Rest der Gruppe zurückzuziehen. Der Kampf gegen eine Monstrosität forderte seinen Tribut; Rotal fiel ins Koma. Ins Bewusstsein zurück kehrte er erst Tage später. Vorrin hatte seine Stellung eingesetzt, um den bewusstlosen Patienten mitzuschleppen, obwohl dafür sowohl Ausrüstung als auch Zeit gefehlt hatten. Die Alternative wäre es gewesen, ihm die Kehle durchzuschneiden und zurück zu lassen. So jedoch fand sich Rotal urplötzlich und ohne Vorwarnung in der Schlacht um den Berg Hyjal wieder. Die Heiler der Allianz setzten ihn unter Drogen, deren Auswirkungen Vorrin zu beheben suchte, und schickten ihn in die Schlacht. Allerdings kippte Rotal noch auf dem Weg aus dem Camp hinaus um und landete in einem Graben. Dort fand ihn ein Taure namens Daton Blumhuf und reinigte hastig seinen Körper, bevor er die Natur um Hilfe bat. Nach einigen Minuten stand Rotal in einem Kampf um Leben und tot, nicht wissend, warum er eigentlich hier war und wofür er kämpfte. Allerdings kam er aus diesem Schlamassel nicht so einfach wieder heraus – und da er hier raus musste, um nach Sunes suchen zu können, packte er sein Schild und warf sich in den Kampf.

Er überlebte die Schlacht mit einigen Brüchen und Wunden und wäre ohne die heilenden Kräfte Blumhufs wahrscheinlich gestorben; der Paladin Vorrin starb beim Versuch, einer Gruppe Orcs zu helfen. Rotal wurde nach Sturmwind gebracht und blieb dort für einige Monate, bevor er sich wieder auf die Suche nach Sunes machte. So schloss er sich der Armee Sturmwinds an und nahm an einem kurzlebigen Projekt teil, in dessen Zuge Horde und Allianz gemeinsam kleine Gruppen zur Aufklärung entsendeten. Während eines Einsatzes in Lordaeron traf Rotal erneut auf Daton Blumhuf. Während der fünf Tage in Lordaeron fand Rotal keine Spur von Sunes. Er geht davon aus, dass sie Arthas' Soldaten zum Opfer fiel. Mehrere Tage später traf der Zug auf eine größere Gruppe Ghule und Hirnloser. Der Angriff kam schnell und überraschend. Bevor auch nur die Waffen gezogen waren lagen sechs der zehn Expeditionsmitglieder tot am Boden. Blumhuf übernahm als erfahrenster Kämpfer die Führung und bat die verdorbene Umwelt Lordaerons um Hilfe und wurde erhöhrt, indem ein Berghang die verfolgende Armee der Geißel unter sich begrub. Unter größten Strapatzen retteten sich die vier noch Lebenden Richtung Unterstadt, indem der Druide immer wieder die Natur um Hilfe bat und sich von ihr leiten ließ. Kurz vor den Stadttoren der alten Stadt Lordaeron wurden sie von einer Monstrosität eingeholt; sie tötete auf der Stelle den übrig gebliebenen Orc und den anderen Mensch; ihr letztes Opfer wurde Rotal, bevor die Stadtwache der Verlassenen eintraf und das Monstrum in Stücke schlug.

Kein Verlassener

Die Kreatur der Geißel hatte Rotal den halben Kopf abgerissen und Blumhuf war drauf und dran gewesen, sein Leiden zu beenden, als ein Verlassener namens Lloyd Andrews an ihn herantrat und anbot, gegen ein kleines Entgeld Rotals Leben zu retten. Doch das war eine Falle; der Untote missbrauchte den mehr toten als lebenden Mensch für seine Experimente. Als Daton endlich herausfand, was der Verlassene vorhatte, war der längst über alle Berge und Rotal erwachte als freier Untoter. Entsetzt fing er an zu wüten und um sich zu schlagen. Er war zu dem geworden, das ihm Sunes, sein ganzes Leben genommen hatte. Nach ein paar Tagen floh er aus der verhassten Unterstadt und schlug sich nach in einer monatelangen Reise nach Sturmwind durch. Doch schon in Elwynn entging er nur knapp dem endgültigen Tot, denn die Wachen der Allianz griffen ihn sofort und ohne Umschweife an. Bei der Verteidigung seines Lebens erschlug Rotal aus Versehen einen der Wächter; damit war sein Schicksal besiegelt. Er floh vor dem wütenden Mob in Richtung Gebiet der Horde.

Der Pakt von Silbermond

Unwillig, sich mit den Verlassenen abzugeben, zog Rotal ziellos durch die Lande, bis er schließlich in Silbermond als freier Untotenjäger eine Anstellung fand. Die Todesschneise war sein bevorzugtes Jagdgebiet, doch auch West-Silbermond stattete er oft einen Besuch ab, um dem einen oder anderen manasüchtigen Getriebenen an Habe zu erleichtern. Bei einem dieser Streifzüge wähnte er sich schon besonders glücklich – ein relativer Begriff, wie er öfters zugab – als er eine recht große Gruppe Getriebener bemerkte, die ein hilfloses Opfer zusammenschlugen. Rotal packte Schild und Schwert und machte kurzen Prozess mit den schwächlichen Schlägern. Wie sich herausstellte schlugen und traten die Süchtigen auf einen kraftlosen und verwahrlosten Daton Blumhuf ein. Zum Dank für die Rettung lud der Taure Rotal ein, mit ihm zusammen an einem Heilmittel für die Seuche zu arbeiten. Der Untote willigte ein. Was sollte er, allein und auf sich gestellt, schon anderes tun?

Die Schlacht von Menethil

Während der Geschehnisse um die Schlacht von Menethil arbeitete Rotal verstärkt im Untergrund. Er erledigte Botengänge für Daton oder übernahm Spionagetätigkeiten. An Kampfhandlungen nahm er allerdings nie teil, da er eine Abneigung gegen das Töten von Mitgliedern der Allianz hatte. So fehlte er aufgrund von Gewissensbissen während der eigentlichen Schlacht und beschäftigte sich währenddessen mit ein paar höchst interessanten Gerüchten um den General Krunk Dunkelhort. Nachdem Daton vom Schlachtfeld zurückgekehrt war, setzte er Rotal auf Dunkelhort an. Jedoch missverstand Rotal den hastig gegebenen Befehl als einen Mordauftrag und lauerte dem Orc in Silbermond auf. Das Attentat ging fehl. Daton war nicht glücklich über diese Entwicklung; einerseits wollte er den Orc nicht töten, solange es dazu keinen Grund gab, andererseits hielt er eine gewissenhafte Beschattung für notwendig – und Rotal hatte gezeigt, dass Subtilität nicht seine Stärke war.

Das Schicksal eines Untoten

Mit der Zeit bemerkte Rotals Umfeld Veränderungen in seinem Verhalten. Die Scheu, Allianzler zu töten, schien zu schwinden. Grausames Verhalten und Blutdurst kamen auf, verschwanden aber teilweise auch wieder. Man befürchtete, Rotal würde komplett dem Bösen anheimfallen, wie es viele Untote mitunter tun, doch bislang ist dies nicht passiert. Ein unerklärlicher Groll gegen Orcs und Hexenmeister blieb jedoch für immer an Rotal haften. Während Daton Blumhuf sich intensiv mit einem Heilmittel beschäftigte, um dem Wahn Rotals Einhalt zu gebieten, schloss sich Rotal der Armee Krunk Dunkelhorts an, um mit ihr zusammen die Feste Nordwacht anzugreifen und weiterhin ein Auge auf den Orc zu haben. Nach dem Sieg der Horde wollte sich der Untote mit Blumhuf treffen, doch der kam nie in Nordwacht an.


Allgemeines

o) Der untote Krieger Rotall ist die konsequente Fortsetzung des Menschen Kriegers Rotal von Mal'ganis; das zweite L entstand, weil der eigentliche Name bereits vergeben war. IC wird Rotal mit einem L geschrieben und auch so ausgesprochen.

o) Der Nachname Henricsson soll keine Anspielung auf die Vry'Kul Nordends sein, er entstand schon vor der Beta von Wrath of the Lich King.

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